Unter dem Begriff generalisierte Angststörungen verstehen Fachleute eine Furcht, die über lange Zeit andauert. Betroffene machen sich über alles Sorgen und Gedanken. Sie befürchten einen Unfall, wenn ein geliebter Verwandter mit dem Auto wegfährt. Sie sorgen sich, dass die Kinder unter einer unheilbaren Krankheit leiden könnten, und sie sehen eine private Finanzkrise auf sich zukommen. Dass sich jeder in gewissen Lebenssituationen Gedanken über Probleme macht, ist normal. Wenn die Sorgen den Alltag bestimmen, fast täglich auftreten und über mehrere Monate andauern, dann wird von einer generalisierten Angststörung gesprochen. Weil Betroffene ihre eigene Gesundheit gefährden und auch das Zusammenleben mit der Familie schwierig wird, muss eine Lösung gefunden werden. An erster Stelle steht der Besuch beim Arzt, der eine generalisierte Angststörung Therapie vorschlagen wird.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es gegen die generalisierte Angststörung?

Es ist nicht nur wichtig, die Ursache der Furcht zu ergründen, sondern der Betroffene muss auch lernen, mit seinen Ängsten umzugehen. Dabei hilft die Psychotherapie. Bei der Verhaltenstherapie wird durch eine Problemanalyse ergründet, warum die Angststörung vorhanden ist. Mithilfe von Entspannungsübungen wie Yoga oder autogenem Training erfährt der Patient, wie er seiner ständigen Furcht langsam Herr werden kann. In schlimmen Fällen, in denen ein normales Alltagsleben nicht mehr möglich ist, wird zunächst eine medikamentöse Therapie vorgenommen, die den Betroffenen in die Lage versetzt, eine Psychotherapie anzuschließen. Genauso wichtig, wie die ärztliche Behandlung ist auch das Verhalten der Mitmenschen. Verwandte und Bekannte des Betroffenen dürfen nicht ungeduldig werden. Sie sollten Verständnis zeigen und dem Patienten wieder und wieder versichern, dass seine Sorgen unbegründet sind.